GITEX Europe 2025. Die Zukunft inspiriert – echte Lösungen lösen jedoch die Herausforderungen von heute
Nach der Messe teilte Justina ihre Eindrücke zur Digitalisierung in Europa. Im Mai 2025 gründete Deutschland erstmals ein Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, das digitale Prozesse zentralisieren und stärken soll. Dennoch bestehen bei der Umsetzung weiterhin große Herausforderungen.
Aufgrund der föderalen Struktur Deutschlands verläuft die Digitalisierung sehr unterschiedlich. Einige öffentliche Einrichtungen setzen bereits moderne Lösungen ein, während viele Institutionen weiterhin veraltete Methoden im Dokumentenmanagement nutzen. Schätzungsweise 80–90 % der Dokumente werden noch immer per Fax versendet. Gleichzeitig zählt die deutsche Abfallwirtschaft zu den modernsten Bereichen und nutzt intelligente Kameras sowie KI zur Analyse von Recyclingprozessen.
„Dieser Kontrast zeigt deutlich, wie ungleich die Digitalisierung voranschreitet. Während einige Branchen modernste Technologien einsetzen, bleiben grundlegende Prozesse wie das Dokumentenmanagement oft zurück“, erklärt Justina.
Vor diesem Hintergrund sieht Elpako den größten Mehrwert nicht darin, lediglich neue Technologien zu präsentieren, sondern sie dort einzusetzen, wo sie reale Probleme lösen. Die elektronische Signatur spielt dabei eine zentrale Rolle in der digitalen Transformation und ermöglicht sichere, effiziente und rechtskonforme Prozesse im öffentlichen wie privaten Sektor.
„Unser Ziel ist es, Lösungen zu schaffen, die den Alltag wirklich verbessern – nicht mit futuristischen Ideen, sondern mit konkretem Nutzen. Signieren sollte schnell, intuitiv und zuverlässig sein“, betont die Produktdirektorin von Elpako.

Technologie inspiriert – wertvoll wird sie dort, wo sie heute funktioniert
Auf der GITEX Europe standen zahlreiche technologische Innovationen im Mittelpunkt – darunter Fortschritte im Bereich Quantencomputing und moderne Finanztechnologien. Besonders hervorzuheben war das IBM Quantum System Two, ein neues Quantensystem, das einen wichtigen Schritt für KI und Hochleistungsrechnen darstellt.
Auch digitale Wallets und Identitätsprüfung waren zentrale Themen der Messe. Die Fintech-Branche präsentierte nicht nur technische Lösungen, sondern auch neue Ansätze für vertrauenswürdige, schnelle und benutzerfreundliche digitale Zahlungen. Viele Teilnehmende betonten das wachsende Interesse an nahtloser digitaler Identifikation mithilfe biometrischer Daten oder digitaler ID-Wallets. Dies zeigt nicht nur technologischen Fortschritt, sondern auch einen neuen Umgang mit digitalem Vertrauen.
Neben den Innovationen wurden auch Risiken intensiv diskutiert. Künstliche Intelligenz war eines der meistdiskutierten Themen – nicht nur auf den Ausstellungsflächen, sondern auch in Fachvorträgen. Der Cybersecurity-Analyst Mark T. Hofmann sprach über die „dunkle Seite der KI“ und zeigte, wie Kriminelle generative Modelle wie ChatGPT, WormGPT oder Deepfakes mithilfe von Prompt Engineering und Jailbreaking missbrauchen. Seine Botschaft war eindeutig: Je leistungsfähiger die Technologie, desto größer die Verantwortung bei ihrem Einsatz.
„Innovation muss in der Realität verankert bleiben. Technologieentwickler sollten nicht nur darüber nachdenken, was möglich ist, sondern auch darüber, wie sich Technologien auf den Alltag der Menschen auswirken“, sagt Justina.

Elpakos Vision: Lösungen dort schaffen, wo sie wirklich gebraucht werden
Die biometrische Signaturplattform von Elpako ist keine reine Technologiedemonstration, sondern für den praktischen Einsatz entwickelt. Sie ermöglicht das schnelle und sichere Unterzeichnen von Dokumenten auf Tablets, unterstützt Vorlagen, Assisted Mode und API-Integrationen in bestehende Systeme. Die Plattform entspricht vollständig der eIDAS-Verordnung und eignet sich sowohl für den öffentlichen als auch privaten Sektor.
„Wenn Prozesse reibungslos funktionieren, sparen sie Zeit, reduzieren Fehler und stärken das Vertrauen zwischen Kunden und Organisationen. Genau das sollte echte Digitalisierung leisten“, betont Justina.

Zielgerichtete Partnerschaften für nachhaltiges Wachstum
Während der Veranstaltung traf sich Elpako mit Ferrari Electronic AG – einem Unternehmen, das sichere und effiziente Kommunikationssysteme entwickelt. Mit Erfahrung im öffentlichen und privaten Sektor unterstützt Ferrari Electronic die Entwicklung digitaler Lösungen, die hohe rechtliche Anforderungen und Nutzererwartungen erfüllen.
„Die Zusammenarbeit mit solchen Partnern ermöglicht es uns nicht nur, Produkte weiterzuentwickeln, sondern auch aktiv zur digitalen Transformation beizutragen. Es geht nicht nur um Wachstum, sondern auch um Verantwortung“, erklärt Justina.
Die Zukunft mag inspirieren – doch Lösungen, die Erfahrungen wirklich verändern, entstehen aus einem tiefen Verständnis dafür, wie Prozesse heute funktionieren. Genau dieser Vision folgt Elpako und entwickelt Technologien, die den Menschen dienen – nicht umgekehrt.
MWC25 Barcelona. Die Zukunft biometrischer Signaturen und Technologietrends
Die Veranstaltung machte deutlich, dass 5G, künstliche Intelligenz (KI) und digitale Identität in den kommenden Jahren zu den wichtigsten Innovationsfeldern gehören werden.
Vorgestellte Technologien zeigten eindrucksvoll, wie digitale Lösungen unseren Alltag verändern und Prozesse vereinfachen. Von KI-gestützten Smart Devices und Augmented-Reality-Anwendungen bis hin zu praxisnahen 5G-Lösungen entstanden neue Möglichkeiten für unterschiedlichste Branchen. Faltbare Displays, humanoide Roboter und moderne mobile Kamerasysteme gehörten ebenfalls zu den Highlights der Messe.
Die zentrale Botschaft der MWC25 war eindeutig: Technologie verändert nicht nur unseren Alltag – sie optimiert ihn. Neben 5G und KI standen auch digitale Identitätslösungen besonders im Fokus.

Die Entwicklung digitaler Identität
Mit der Einführung von eIDAS 2.0 am 20. Mai 2024 beginnt eine neue Phase der digitalen Identität. Bis Ende 2026 müssen alle EU-Mitgliedstaaten digitale Identitäts-Wallets einführen, mit denen Bürger ihre Identität sicher bestätigen und Dokumente digital signieren können.
Diese digitalen Wallets sind ein wichtiger Schritt hin zu vollständiger Digitalisierung. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen – insbesondere bei Infrastruktur, Kompatibilität und Nutzerakzeptanz.
Unternehmen und Organisationen müssen sich darauf vorbereiten und in flexible sowie sichere Signaturlösungen investieren, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Eine wichtige Lösung für die persönliche Identitätsprüfung
Trotz der Einführung digitaler Wallets im Rahmen von eIDAS 2.0 bleiben biometrische Signaturen besonders dort relevant, wo eine persönliche Identitätsprüfung erforderlich ist.
Warum biometrische Signaturen weiterhin wichtig sind
- Rund 70 % der öffentlichen Dienstleistungen werden weiterhin vor Ort erbracht – der vollständige Übergang zu rein digitalen Signaturen wird Zeit benötigen.
- Nicht alle Nutzer werden digitale Wallets verwenden, weshalb zuverlässige Alternativen notwendig bleiben.
- Bereiche wie Gesundheitswesen, Rechtswesen und öffentliche Verwaltung benötigen weiterhin persönliche Identitätsprüfung.
Bis die Gesellschaft vollständig digitalisiert ist, bleiben biometrische Signaturen eine sichere und praktische Lösung. Sie ermöglichen eine schnelle und zuverlässige Dokumentensignatur und sorgen gleichzeitig dafür, dass Daten sicher in digitalen Systemen gespeichert werden.

Wie geht es weiter?
Die MWC25 hat deutlich gemacht: Die digitale Transformation ist nicht aufzuhalten. Unternehmen, die sich schnell an Entwicklungen im Bereich KI, 5G und digitale Identität anpassen, werden sich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil sichern.
Biometrische Signaturen werden dabei weiterhin eine strategische Rolle spielen – nicht nur als Ergänzung, sondern als wichtiger Bestandteil des digitalen Identitätsökosystems.
Unsere Mission ist es, diese Innovationen in praktische Werkzeuge zu verwandeln, die Unternehmen und öffentliche Einrichtungen dabei unterstützen, effizienter und moderner zu arbeiten.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war unsere Teilnahme am Pitch2Pitch-Wettbewerb – einer Plattform, auf der Unternehmen ihre Innovationen auf Mobile World Live TV präsentieren können.
Unter zahlreichen Teilnehmern erreichten wir die Finalrunde der besten vier Unternehmen und bestätigten damit erneut das internationale Potenzial unserer Lösungen.

Rokas Jašinskas
Export Development Manager, Elpako



