Von der Autowerkstatt bis zum Lager: Wie ECount und Elpako das Unterzeichnen von Dokumenten verändern

Diese zusätzlichen Schritte lassen sich vermeiden. ECount, die von Insolita entwickelte Software für Geschäftsprozesse und Buchhaltung, bietet jetzt weitere Möglichkeiten zur elektronischen Unterzeichnung. Neben der bereits integrierten qualifizierten elektronischen Signatur von Elpako steht nun auch die biometrische Unterschrift zur Verfügung. Kunden können Dokumente damit direkt auf einem Tablet mit einem digitalen Stift unterschreiben.

„Einer unserer Kunden repariert rund 2.000 Autos im Monat. Nach den geltenden Vorschriften in Litauen müssen Reparaturaufträge auf entsprechenden Auftragsformularen erfasst werden. Diese müssen den Kunden zur Unterschrift vorgelegt und anschließend aufbewahrt werden. Wenn dabei Tausende von Dokumenten zusammenkommen, werden das Ausdrucken und die Verwaltung zu einem erheblichen Aufwand. Wir haben gesehen, wie viel zusätzliche Arbeit dadurch entsteht, und wollten diesen Prozess vereinfachen“, erklärt Vytenis Dulskis, Geschäftsführer von Insolita.

Elektronische Signaturen im Unternehmen: unterschiedliche Dokumente, unterschiedliche Anforderungen

ECount ist eine modulare Software für Geschäftsprozesse und Buchhaltung. Damit lassen sich Einkäufe, Verkäufe, Bestellungen, Lagerbestände und weitere tägliche Unternehmensabläufe verwalten. Nach Angaben der Entwickler sind rund 95 % der Kunden von Insolita in der Automobil- und Motorradbranche tätig, vor allem Autowerkstätten und Autoteilegroßhändler.

Diese Unternehmen unterzeichnen im Alltag verschiedene Dokumente: von Reparaturaufträgen über Verträge mit Geschäftspartnern bis hin zu Bestätigungen einer Warenübergabe. Für manche Abläufe eignet sich eine qualifizierte elektronische Signatur. In anderen Fällen ist eine biometrische Unterschrift auf dem Tablet praktischer.

Einige dieser Möglichkeiten werden bereits in ECount genutzt. Andere Beispiele zeigen, wie sich biometrische Unterschriften auch in weiteren Geschäftsprozessen einsetzen ließen.

Autowerkstätten: Reparaturaufträge auf dem Tablet unterschreiben

Ein Kunde kommt in die Werkstatt und gibt sein Auto zur Reparatur ab. Ein Mitarbeiter erstellt in ECount einen Reparaturauftrag mit den Fahrzeugdaten, den geplanten Arbeiten und weiteren wichtigen Informationen.

Bei einem papierbasierten Ablauf muss der Mitarbeiter die Dokumente ausdrucken, Kopien anfertigen und sich später um die Aufbewahrung kümmern. Mit Elpako wird der vorbereitete Auftrag als PDF an ein Tablet gesendet. Der Kunde kann das Dokument durchlesen und mit einem digitalen Stift biometrisch unterschreiben.

So lässt sich der Auftrag direkt unterschreiben, solange der Kunde noch in der Werkstatt ist. Der Mitarbeiter muss dafür keine gesonderten Papierdokumente vorbereiten.

Autoteilehandel: von Verträgen bis zur Warenrückgabe

Im Autoteilehandel werden täglich Kunden- und Lieferantenbestellungen, Verkäufe, Rückgaben und Zahlungen bearbeitet. ECount unterstützt diese Abläufe. Einige der zugehörigen Dokumente benötigen auch eine Unterschrift.

Verträge mit Geschäftspartnern lassen sich beispielsweise mit einer qualifizierten elektronischen Signatur unterzeichnen. Die biometrische Unterschrift könnte in anderen Situationen eingesetzt werden, etwa wenn ein Kunde Autoteile zurückgibt. Der Mitarbeiter, der die Ware annimmt, könnte das Rückgabedokument auf einem Tablet anzeigen und den Kunden bitten, die Übergabe mit seiner Unterschrift zu bestätigen.

Laut Vytenis Dulskis, Geschäftsführer von Insolita, erfasst ein größerer Autoteilegroßhändler rund 10.000 Verkaufsvorgänge pro Monat. Auch wenn nicht jeder Vorgang eine Unterschrift erfordert, ist es bei diesem Geschäftsvolumen wichtig, die Verwaltung der zugehörigen Dokumente möglichst einfach zu gestalten.

Lager und Logistik: den Erhalt von Waren bestätigen

In Lager und Logistik geht es nicht nur darum, Bestellungen zusammenzustellen. Es muss auch sichergestellt werden, dass die Waren beim Empfänger ankommen. Mit ECount lassen sich Lagerbestände verwalten, die Kommissionierung planen, Lieferungen mit eigenen Fahrzeugen organisieren und der Versandstatus verfolgen.

Ein Beispiel: Ein Fahrer liefert die bestellten Waren an einen Kunden. Der Empfänger prüft die Lieferung. Falls erforderlich, muss auch die Übergabe dokumentiert werden. Mit einer integrierten biometrischen Unterschrift könnte der Empfänger das Lieferdokument auf einem Tablet prüfen und direkt vor Ort unterschreiben.

Eine solche Lösung könnte den Lieferprozess um eine eindeutige Empfangsbestätigung ergänzen. Außerdem ließe sich die Lieferung leichter dem Dokument zuordnen, das ihren Empfang bestätigt.

Was ist bei der Integration von ECount und Elpako neu?

Die elektronische Unterzeichnung ist in ECount bereits seit Längerem möglich. Über Elpako konnten Nutzer schon bisher interne Dokumente mit einer qualifizierten elektronischen Signatur unterzeichnen und Einladungen zur Vertragsunterzeichnung versenden.

Mit der neuesten Erweiterung steht nun auch die biometrische Unterschrift zur Verfügung. Sie ist besonders praktisch, wenn ein Kunde ein Dokument direkt vor Ort unterschreiben soll.

Auf den ersten Blick ähnelt die biometrische Unterschrift einer gewöhnlichen Unterschrift auf Papier. Beim Unterschreiben auf dem Tablet wird jedoch nicht nur das Schriftbild erfasst. Zusätzlich werden biometrische Daten wie Stiftdruck, Bewegungsgeschwindigkeit und Winkel aufgezeichnet. Diese Informationen können bei der Prüfung der Echtheit einer Unterschrift eine Rolle spielen.

Mit der integrierten Lösung können PDF-Dokumente aus ECount zur Unterzeichnung an ein Tablet oder ein anderes kompatibles Gerät gesendet werden. Das unterschriebene Dokument lässt sich im Dokumentenspeicher von Elpako aufbewahren oder herunterladen und an einem anderen gewünschten Ort speichern.

Weitere Möglichkeiten auf der Elpako-Plattform

ECount-Nutzer, die weitere Funktionen zur Unterzeichnung von Dokumenten benötigen, können sich mit demselben Konto auch bei der Plattform für biometrische Unterschriften von Elpako anmelden. Dort stehen zusätzliche Funktionen zur Verfügung:

  • Dokumentvorlagen. Häufig verwendete Dokumente lassen sich im Voraus vorbereiten und mit Eingabe- und Unterschriftsfeldern versehen.
  • Assistenzmodus. Mitarbeiter und Kunde sehen dasselbe Dokument auf getrennten Bildschirmen. So kann der Mitarbeiter beim Ausfüllen helfen.
  • Wartemodus. Während auf die Unterzeichnung gewartet wird, kann das Tablet das Firmenlogo oder ein anderes ausgewähltes Bild anzeigen.
  • Zeichenfelder. Informationen können direkt im Dokument von Hand markiert werden, zum Beispiel Fahrzeugschäden in einer Skizze.
  • Virtueller Drucker. Dokumente aus anderen Programmen lassen sich direkt an die Elpako-Plattform zur Unterzeichnung senden.

Über die Plattform können außerdem Dokumentvorlagen an Kunden verschickt werden, die diese selbstständig ausfüllen und unterschreiben. Nutzer können den Dokumentstatus verfolgen, automatische Erinnerungen verwenden und unterschriebene Dokumente speichern.

Welche Vorteile bietet die elektronische Unterzeichnung für Unternehmen?

Einer der wichtigsten Vorteile ist der geringere Verwaltungsaufwand. Werden Dokumente elektronisch erstellt und unterschrieben, können sich Mitarbeiter stärker auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Sie verbringen weniger Zeit damit, Dokumente vorzubereiten und zu verwalten.

Digital gespeicherte Dokumente lassen sich zudem leichter finden und bei Bedarf einsehen. Das ist besonders für Unternehmen wichtig, die täglich große Dokumentenmengen bearbeiten und deren Nachverfolgbarkeit sicherstellen müssen.

Auch Kunden profitieren davon. Bei einem persönlichen Termin können sie das Dokument direkt vor Ort prüfen und unterschreiben. Für die Unterzeichnung aus der Ferne steht die qualifizierte elektronische Signatur zur Verfügung. So lässt sich je nach Situation die passende Methode wählen, ohne von allen Kunden dieselben Schritte zu verlangen.

Elektronische Signaturen können auch Teil Ihrer Unternehmenssoftware werden

ECount ist ein Beispiel dafür, wie sich die elektronischen Signaturlösungen von Elpako in bereits genutzte Unternehmenssoftware integrieren lassen.

Über die Elpako-API können Softwareentwickler ihre Systeme um Funktionen zur elektronischen Unterzeichnung erweitern. Je nach Bedarf kann dies eine qualifizierte elektronische Signatur oder eine biometrische Unterschrift auf dem Tablet sein.

Eine solche Integration eignet sich nicht nur für Buchhaltungssoftware und Unternehmensverwaltungssysteme. Sie ist auch für CRM-Systeme, Dokumentenmanagementsysteme und andere Plattformen relevant, in denen die Unterschrift eines Kunden oder Mitarbeiters benötigt wird.

Wenn Sie Unternehmenssoftware entwickeln oder eine bestehende Lösung um elektronische Signaturen erweitern möchten, kontaktieren Sie das Elpako-Team. Gemeinsam besprechen wir, wie sich die Unterzeichnung in Ihre Geschäftsabläufe integrieren lässt.

Weitere Informationen zu ECount, der von Insolita entwickelten Software, finden Sie auf der Website von Insolita.

GITEX Europe 2026: Wenn KI zum Alltag wird und Vertrauen zum Wettbewerbsvorteil

Mehrere Entwicklungen auf der GITEX Europe 2026 knüpften an Beobachtungen an, die das Elpako-Team bereits bei der Identity Week Europe 2026 gemacht hatte. Digitale Identitäten werden zu einem zentralen Bestandteil moderner Infrastruktur. Qualifizierte elektronische Signaturen müssen reibungslos über Länder- und Systemgrenzen hinweg funktionieren. Einzelne technologische Komponenten reichen Organisationen zunehmend nicht mehr aus.

Auf der GITEX wurden diese Themen jedoch stärker aus der praktischen Perspektive betrachtet. Es ging weniger darum, wie eine digitale Zukunft aussehen könnte, sondern vielmehr darum, an welchen Stellen Technologie die tägliche Arbeit von Organisationen bereits heute verändert: bei der Dokumentenanalyse, der Abwehr von Cyberbedrohungen, der Absicherung digitaler Identitäten, der Datensouveränität und im Markt für Vertrauensdienste.

„Für mich hat die GITEX vor allem eines gezeigt: KI ist kein eigenständiges Innovationsthema mehr. Sie entwickelt sich zu einer operativen Ebene, die sich unauffällig in alltägliche Prozesse einfügt, etwa in Analysen, Prüfungen, die Dokumentenerstellung und die Entscheidungsfindung“, sagt Rokas Jašinskas, Business Development Manager bei Elpako.

Auf der TechTalk Stage der GITEX Europe 2026 in Berlin sprach Rokas Jašinskas über KI, digitales Vertrauen und
den praktischen Einsatz von Technologie in Unternehmens- und Verwaltungsprozessen.

KI schafft ihren größten Nutzen in konkreten Prozessen

Eine der deutlichsten Entwicklungen auf der GITEX Europe 2026 war der zunehmende Reifegrad bei der Einführung von KI. Organisationen diskutieren immer seltener über allgemeine KI-Strategien und konzentrieren sich stattdessen auf klar definierte Anwendungsfälle.

Besonders sichtbar war dieser Wandel im Dokumenten- und Wissensmanagement. Die auf der Messe vorgestellten Lösungen zeigten, wie KI die Erstellung und Analyse komplexer juristischer und administrativer Dokumente vereinfachen kann.

„Für uns ist das in ganz konkreter Weise relevant. Die Erstellung von Dokumenten, die Analyse von Verträgen oder die Ausarbeitung von Antworten auf öffentliche Ausschreibungen sind Bereiche, in denen KI den Menschen nicht ersetzen muss. Sie kann dabei helfen, Informationen schneller zu strukturieren und fundiertere Entscheidungen zu treffen“, erklärt Jašinskas.

Einen echten Mehrwert schafft KI dann, wenn sie manuelle Arbeitsschritte reduziert und Aufgaben beschleunigt, für die bisher zahlreiche Prüf-, Abstimmungs- und Freigaberunden erforderlich waren.

KI wird zum Werkzeug der Cyberabwehr

Eine der interessantesten Entwicklungen im Bereich Cybersicherheit war nicht die Erkenntnis, dass KI für Cyberangriffe eingesetzt werden kann. Das ist inzwischen offensichtlich. Wichtiger ist, dass Organisationen KI zunehmend selbst zur Verteidigung nutzen, etwa zur Erkennung von Bedrohungen, zur Priorisierung von Warnmeldungen, zur Untersuchung von Vorfällen und für schnellere Reaktionen.

Sicherheitsteams müssen täglich eine enorme Menge an Signalen, Warnungen und potenziellen Vorfällen bewerten. Die auf der GITEX vorgestellten KI-Lösungen zeigten, wie sich besonders relevante Bedrohungen schneller identifizieren, Informationen strukturieren und die Zeit zwischen einer ersten Warnung und einer konkreten Entscheidung verkürzen lassen.

„Für mich stand nicht die technologische Wirkung im Vordergrund, sondern der praktische Nutzen. KI kann Sicherheitsteams dabei helfen, schneller zu verstehen, was tatsächlich geschieht, und zu verhindern, dass sich ein Problem zu einem Vorfall entwickelt, der nur noch schwer einzudämmen ist“, sagt Justina Dešriūtė, Head of Product bei Elpako.

Auch in der Session „The CISO Crisis: Liability, Burnout & the New European Risk Landscape“ spielte die veränderte Rolle von Sicherheitsverantwortlichen eine zentrale Rolle. Mit wachsendem Regulierungsdruck, steigender technologischer Komplexität und zunehmender Verantwortung für Sicherheitsvorfälle kann die Position des CISO nicht länger rein technisch verstanden werden.

„Sicherheit ist längst nicht mehr nur eine Aufgabe der IT. Sie wirkt sich unmittelbar auf Reputation, Compliance, Geschäftskontinuität und Managemententscheidungen aus. Wer Verantwortung für Risiken trägt, muss auch tatsächlich an den Entscheidungen beteiligt sein, durch die diese Risiken entstehen oder begrenzt werden“, betont Dešriūtė.

Eine weitere wichtige Erkenntnis: Besonders gefährlicher Betrug wirkt immer seltener offensichtlich verdächtig. Stattdessen imitiert er das normale Verhalten eines Nutzers. Vertrauen darf deshalb nicht allein anhand eines Dokuments oder einer Anmeldung beurteilt werden. Entscheidend ist der gesamte Kontext, darunter das verwendete Gerät, die Umgebung, das Verhalten und das Risikoprofil des jeweiligen Prozesses.

Vertreter litauischer Technologieunternehmen auf der GITEX Europe 2026 in Berlin am gemeinsamen,
von INFOBALT organisierten Litauen-Stand.

Der Bedarf an elektronischen Signaturen bleibt hoch, eine API allein reicht jedoch nicht mehr aus

Eine bemerkenswerte Beobachtung auf der GITEX Europe 2026 war, dass es trotz der großen Zahl an KI-, Cybersicherheits- und Automatisierungslösungen vergleichsweise wenige Anbieter digitaler Signaturen und qualifizierter Vertrauensdienste gab. Gespräche mit Organisationen zeigten jedoch, dass der Bedarf in diesem Bereich weiterhin groß ist.

„Für mich war das eines der interessantesten Signale der Messe. Über KI, Sicherheit und Automatisierung wurde sehr viel gesprochen, Anbieter digitaler Signaturen und qualifizierter Vertrauensdienste waren dagegen weniger präsent. Im direkten Austausch mit Organisationen wird jedoch schnell deutlich, dass der Bedarf keineswegs verschwunden ist“, sagt Egidija Bieliauskienė, Leiterin Vertrieb und Geschäftsentwicklung bei Elpako.

Europäische Kunden suchen zunehmend nach Alternativen zu den großen US-amerikanischen Signaturplattformen. Für sie zählt nicht nur eine komfortable Unterzeichnung, sondern auch eine Lösung, die auf die europäischen regulatorischen Anforderungen ausgerichtet ist.

„Kunden wollen nicht mehr nur eine Schaltfläche mit der Aufschrift ‚Unterzeichnen‘. Sie fragen, wie die Identität geprüft wird, ob es sich um eine qualifizierte Signatur handelt, ob ein vollständiger Audit-Trail verfügbar ist, wie sich die Lösung in bestehende Prozesse integrieren lässt und ob sie die regulatorischen Anforderungen erfüllt“, erklärt Bieliauskienė.

Eine reine Signatur-API ist daher häufig nicht mehr ausreichend. Kunden erwarten eine umfassendere Lösung, die den gesamten Lebenszyklus eines Dokuments abdeckt, von der Datenerfassung und Dokumentenerstellung über die Unterzeichnung bis hin zu Speicherung, Validierung und Auditierung.

Auch die grenzüberschreitende Unterzeichnung bleibt ein zentrales Thema. Obwohl qualifizierte elektronische Signaturen in der Europäischen Union über eine klare rechtliche Grundlage verfügen, funktioniert die praktische Anwendung zwischen verschiedenen Ländern noch immer nicht so einfach, wie Organisationen es erwarten.

„Der europäische Markt braucht eine unkomplizierte Möglichkeit, qualifizierte elektronische Signaturen grenzüberschreitend zu nutzen. Der rechtliche Rahmen ist vorhanden, doch bei der Nutzererfahrung und der praktischen Umsetzung gibt es weiterhin Reibungspunkte. Elpako sieht darin eine natürliche Richtung für die weitere Entwicklung“, sagt Bieliauskienė.

Rokas Jašinskas unterschreibt auf Wunsch der Veranstalterin von Hand.
Für das Elpako-Team ist das inzwischen beinahe eine ungewohnte Erfahrung.

Deutschland bietet große Chancen, stellt aber auch hohe Anforderungen

Deutschland bleibt einer der interessantesten Märkte für Digitalisierungslösungen. Im öffentlichen Sektor beruhen noch immer viele Abläufe auf Papierdokumenten, manuellen Abstimmungen und fragmentierten Systemlandschaften. Lösungen, die einen mehrwöchigen Prozess auf wenige Minuten verkürzen können, bieten deshalb einen unmittelbar erkennbaren Mehrwert.

Gleichzeitig stellt der deutsche Markt hohe Anforderungen. Gute Funktionalität allein reicht nicht aus. Ebenso wichtig sind Lokalisierung, der Speicherort der Daten, die Einhaltung der DSGVO, nationale Sicherheitsanforderungen und das langfristige Vertrauen in den Anbieter.

„Wer in Deutschland lebt, erkennt schnell, dass gute Funktionen allein im öffentlichen Sektor nicht genügen. Organisationen wollen wissen, wo ihre Daten gespeichert werden, wie sie verarbeitet werden, ob eine Lösung auf das lokale regulatorische Umfeld zugeschnitten ist und ob dem Anbieter langfristig vertraut werden kann“, sagt Dešriūtė.

Datensouveränität entwickelt sich damit von einem technischen Vorteil zu einem konkreten Beschaffungskriterium. Für Elpako und NEVDA ergibt sich daraus eine klare Richtung: Neben den Produktfunktionen müssen auch länderspezifische Bereitstellungsmodelle, lokale Hosting-Möglichkeiten, europäische Infrastruktur und nationale regulatorische Anforderungen berücksichtigt werden.

Der Markt für Vertrauensdienste wird reifer

Die GITEX Europe 2026 machte außerdem einen umfassenderen Wandel im Markt für Vertrauensdienste sichtbar. Der europäische Markt für qualifizierte Vertrauensdienste reift und beginnt sich zu konsolidieren. Größere Anbieter bauen ihre Positionen aus, Zertifizierungsanforderungen werden anspruchsvoller und die Markteintrittsbarrieren steigen.

„Je reifer ein Markt wird, desto weniger Platz bleibt für isolierte oder improvisierte Einzellösungen. Kunden brauchen Anbieter, die Regulierung verstehen, über nachgewiesene Erfahrung verfügen und nicht nur eine einzelne Funktion anbieten, sondern eine zuverlässige Infrastruktur für digitale Prozesse“, sagt Bieliauskienė.

In den kommenden Jahren wird dieser Bereich noch stärker durch eIDAS 2.0, NIS2 und die wachsende Bedeutung der Sicherheit kritischer Infrastrukturen, digitaler Identitäten und von Vertrauensdiensten geprägt werden.

„Für uns ist entscheidend, dass Elpako nicht nur ein Werkzeug zum Unterzeichnen ist. Der Markt entwickelt sich in Richtung umfassender Lösungen, in denen Identitätsprüfung, Signatur, Compliance, Prozessautomatisierung und Integrationen zusammenspielen“, betont Bieliauskienė.

Mehr Sichtbarkeit für litauische Technologie in Europa

Die GITEX Europe 2026 war nicht nur wegen der technologischen Erkenntnisse wertvoll, sondern auch wegen der entstandenen Kontakte. INFOBALT spielte eine wichtige Rolle dabei, die Sichtbarkeit litauischer Technologieunternehmen zu erhöhen und internationale Beziehungen zu fördern.

Elpako nahm außerdem an einer Networking-Veranstaltung der Litauischen Botschaft in Deutschland teil. Dort bot sich die Möglichkeit, direkt mit deutschen Organisationen ins Gespräch zu kommen und ihre konkreten Digitalisierungsbedürfnisse besser zu verstehen.

„Solche Veranstaltungen sind nicht nur wegen neuer Kontakte wichtig. Im direkten Gespräch mit deutschen Organisationen erkennt man viel genauer, an welchen Stellen die Digitalisierung tatsächlich ins Stocken gerät und nach welchen Lösungen der Markt sucht“, sagt Jašinskas.

Während bei der Identity Week Europe 2026 vor allem digitale Identitäten, Wallets und Interoperabilität im Mittelpunkt standen, zeigte die GITEX Europe 2026 eine andere Seite derselben Entwicklung. Sie machte sichtbar, wie KI, Cybersicherheit, Dokumentenprozesse und Datensouveränität die tägliche Arbeit von Organisationen bereits heute verändern.

„Die GITEX hat bestätigt, dass Elpako und NEVDA nicht auf einzelne Funktionen setzen sollten. Entscheidend ist die Stärkung des gesamten Dokumentenprozesses, von der Erstellung und Identitätsprüfung über die qualifizierte Unterzeichnung und Speicherung bis hin zu Auditierung und Integration in andere Systeme“, fasst Jašinskas zusammen.

Genau darin sieht Elpako seine weitere Richtung: Lösungen zu entwickeln, bei denen die Unterzeichnung kein isolierter Schritt ist, sondern ein fester Bestandteil eines sicheren, vertrauenswürdigen und vollständig nachvollziehbaren Dokumentenprozesses.

Wenn Unternehmen schneller arbeiten als ihre Dokumente

Solche Situationen sind alltäglich – nicht weil Unternehmen ineffizient arbeiten wollen, sondern weil vorhandene Werkzeuge mit den Anforderungen moderner Arbeitsprozesse nicht Schritt halten. Ein Mechaniker bespricht Reparaturen direkt am Fahrzeug mit dem Kunden und muss die Dokumentation später dennoch an der Rezeption erledigen. Mitarbeitende in der Logistik tragen Papierunterlagen durch Lagerhallen, weil keine Zeit bleibt, an einen Computer zurückzukehren. Immobilienmakler fahren zurück ins Büro, nur um Dokumente per E-Mail zu versenden.

All diese Unterbrechungen verlangsamen Prozesse, erhöhen das Fehlerrisiko und bremsen Unternehmen im Alltag aus.

Wie sieht echte Mobilität im Unternehmen aus?

Unternehmen müssen heute dort arbeiten können, wo sich der Kunde befindet – flexibel, mobil und schnell. Doch echte Mobilität bedeutet mehr als nur ein Laptop oder ein mobiles Gerät. Sie erfordert einen kontinuierlichen Informationsfluss und Entscheidungen in Echtzeit – direkt vor Ort.

Traditionelles Dokumentenmanagement mit Papierformularen, Druckern und voneinander getrennten Systemen erzeugt unnötige Reibung in Prozessen, die eigentlich reibungslos funktionieren sollten.

Digitale Mobilität bedeutet nicht nur Komfort. Sie verändert die Unternehmenskultur: weniger Bürokratie, mehr Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Kunden; weniger Wartezeiten, mehr Interaktion. Prozesse unterstützen die Arbeit, statt sie zu behindern.

Genau das ermöglicht die biometrische Signaturplattform von Elpako – sichere, rechtsgültige und unterbrechungsfreie Arbeitsabläufe.

Wie sieht echte Mobilität in der Praxis aus?

Die Elpako-Lösung ist weit mehr als nur eine elektronische Signatur. Sie bietet einen vollständigen Ansatz für modernes Dokumentenmanagement – über ein einziges Gerät, in einem System und ohne zusätzliche Schritte.

  • Vorgefertigte Vorlagen – Dokumente müssen nicht vor Ort neu erstellt werden
  • Formulare direkt vor Ort ausfüllen und biometrisch signieren
  • Sofortige Übermittlung von Dokumenten an Kunden oder Kollegen mit automatischer Synchronisierung in bestehende Dokumentenmanagementsysteme.

Vier reale Beispiele aus dem Geschäftsalltag

Kfz-Werkstatt

Ein Mechaniker bespricht notwendige Reparaturen direkt am Fahrzeug mit dem Kunden. Die Informationen werden sofort digital erfasst, Fotos des Fahrzeugs hinzugefügt und alles auf einem Tablet biometrisch unterschrieben. Anschließend wird das Dokument direkt per E-Mail an den Kunden gesendet.

Kein zusätzlicher Papieraufwand, keine unnötige Administration. Der Kunde erhält Transparenz und eine dokumentierte Bestätigung – schnell und nachvollziehbar.

Außendienst-Teams

Ein Techniker behebt einen Rohrbruch beim Kunden vor Ort. Die ausgeführten Arbeiten werden dokumentiert, Fotos hinzugefügt und das Dokument auf einem Tablet unterschrieben. Anschließend wird es automatisch an den Kunden und das Büro übermittelt.

Keine Ausdrucke, keine Telefonate. Der Kunde erhält sofort eine Bestätigung und das Unternehmen verfügt direkt über alle relevanten Informationen.

Gerätevermietung

Ein Techniker liefert Baumaschinen auf eine Baustelle. Das Übergabeformular wird auf einem Tablet ausgefüllt, der Zustand des Geräts dokumentiert und Fotos hinzugefügt. Beide Parteien unterschreiben biometrisch und das Dokument wird sofort an das Büro übertragen.

Gerade bei Geräten, die täglich zwischen verschiedenen Standorten bewegt werden, ist eine schnelle und zuverlässige Dokumentation entscheidend.

Versicherungen

Ein Schadensgutachter besucht einen Kunden nach einem Vorfall zu Hause. Schäden werden dokumentiert, Formulare ausgefüllt, Fotos hinzugefügt und alles direkt auf einem Tablet unterschrieben. Anschließend wird der Bericht automatisch an das System der Versicherung übertragen.

Der Kunde muss keine Filiale besuchen und die Bearbeitung beginnt innerhalb weniger Minuten.

Warum das wichtig ist

Vielleicht funktionieren die Prozesse in Ihrem Unternehmen grundsätzlich – doch wie viel Zeit kosten sie tatsächlich?

Papierdokumente vor Ort ausfüllen, weiterleiten, versenden oder telefonisch abstimmen kostet Arbeitszeit. Mitarbeitende müssen Kunden oft erneut besuchen, nur um Prozesse abzuschließen. Gleichzeitig bleiben Kunden unsicher, ob alles korrekt erledigt wurde.

Effizientes Dokumentenmanagement ist kein zusätzlicher Vorteil – sondern die Grundlage moderner Prozesse. Wenn Systeme reibungslos funktionieren, entsteht Vertrauen und Mitarbeitende behalten die Kontrolle.

Es geht nicht nur um Zeitersparnis. Es geht um Klarheit, Geschwindigkeit und den respektvollen Umgang mit der Zeit aller Beteiligten.

Unternehmen, die mobile Signaturlösungen einsetzen, verzeichnen häufig 15–30 % mehr abgeschlossene Leistungen pro Besuch. Das bedeutet zufriedenere Kunden, weniger unnötige Fahrten und mehr Effizienz pro Arbeitsstunde.

Wenn Dokumente erst später „am Computer erledigt werden müssen“, verliert Ihr Unternehmen jeden Tag wertvolle Effizienz.

Mobilitätsprinzipien, die den Kundenservice verändern

  • Geschwindigkeit: Weniger warten. Mehr erledigen.
  • Genauigkeit: Daten werden sofort erfasst und Fehler reduziert.
  • Vertrauen: Kunden werden aktiv in den Prozess eingebunden und verstehen jeden Schritt.
  • Effizienz: Ein Besuch = Aufgabe erledigt.

Mobilität ist nicht die Zukunft – sie ist bereits Realität. Während manche Unternehmen noch mit Papierformularen und Terminabstimmungen beschäftigt sind, erledigen andere vollständige Prozesse direkt vor Ort – innerhalb weniger Minuten.

Digitalisierung ist nicht nur ein technologisches Upgrade. Sie schafft Freiraum, reduziert Stress und ermöglicht es Teams, sich auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren: Kunden betreuen statt Dokumente verwalten.

Je weniger Mitarbeitende das Gefühl haben, „Dokumente bearbeiten zu müssen“, desto effizienter wird das gesamte Unternehmen. Nicht weil Dokumente unwichtig wären – sondern weil sie keine Hindernisse mehr darstellen.

Wenn Informationen reibungslos fließen, kann sich auch Ihr Unternehmen schneller, klarer und effizienter bewegen.

Arbeiten Sie schneller, einfacher und intelligenter – mit der biometrischen Signaturplattform von Elpako.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Business Development Manager Rokas Jašinskas unter +370 620 54 160 oder per E-Mail an [email protected].